DNEG Newsletter

Sehr geehrte, liebe Mitglieder und Freunde der DNEG,

Wie geht es zu in Namibia? Was ist zu tun? Was können wir tun? Auch wenn wir mit unseren begrenzten Mitteln nicht viel ausrichten können, ist das die Frage, die sich auch der DNEG immer stellt. Der wichtigste Befund ist heute: mehr als die Hälfte der Jugend Namibias ist arbeitslos. Es fehlt an Jobs, und zwar nicht zuletzt, weil Mangel an qualifiziertem Personal stärkeres Wirtschaftswachstum behindert. In Namibias Langzeitagenda „Vision 2030“ aus dem Jahr 2004 hat die Entwicklung der „human resources“ einen zentralen Platz. Die Regierung hat lange erkannt, dass ihre Entwicklungsziele nur mit einem effizienteren Bildungssystem erreichbar sind. Seit einiger Zeit ist zu beobachten, dass sie dieses Ziel mit neuem und beachtlichem Nachdruck verfolgt.

Umso deutlicher wird dadurch, dass Namibia nicht über die Ressourcen verfügt, für alle Kinder die Voraussetzungen für eine gute Schulbildung zu schaffen. Es fehlt an Lehrmitteln, an engagierten und qualifizierten Lehrern und, immer wieder, an angemessenen Räumlichkeiten.

Es ist daher konsequent, dass auch die DNEG sich weiterhin vorrangig um die Förderung der Jugend bemüht – ihrer Kernaufgabe seit nunmehr fast 30 Jahren. Dabei ist klar, dass wir immer nur punktuell etwas ausrichten können. Im Wesentlichen war und ist das der Neubau oder die bauliche Verbesserung von Schulhäusern und –heimen. Das ist in seiner Bedeutung nicht zu unterschätzen, denn hier ist für viele Kinder der eigentliche Lebensmittelpunkt, dessen Qualität sie nachhaltig prägen kann. Es ist ebenfalls zu hoffen, dass ein gutes, mit Sorgfalt erhaltenes Schulumfeld auch auf die Lehrer motivierend wirkt. Daher bleibt die bauliche Verbesserung der Schulsituation ganz oben auf der Agenda der DNEG. Uns ist daneben Anliegen und eine besondere Freude, wenn wir mit dem Musikförderprogramm, das Herr Grossmann von Metzingen aus umsetzt, die Kinder unmittelbar in ihrer Persönlichkeitsbildung fördern können. Dies erfordert Geld, aber vor allem großen Einsatz.

Viele von Ihnen, Mitglieder wie Freunde, überweisen der DNEG regelmäßige und großzügige Spenden, die mit einer Zweckbindung für bestimmte Einrichtungen versehen sind, deren Förderung Ihnen besonders am Herzen liegt. Der Erfolg dieser Schulen – man denke etwa an Otjikondo – bestätigt sinnfällig, wie gut dieses Geld angelegt ist. Die DNEG unterstützt aber seit ihrem Bestehen auch solche Schulen, die keine individuellen Förderer haben. Sie sind oft abgelegen, so dass nur wenige Besucher sie kennen. Ein Beispiel ist Ituseb, zwischen Walvis Bay und Gobabeb gelegen, wo einst Christiane Herzog, die Frau des Bundespräsidenten ein von der DNEG finanziertes Gebäude einweihte. Dirk Rogge schreibt in dieser Ausgabe des Newsletter über unseren Besuch dort. Wir würden gern den Kindern dieser Schule helfen – ihre Notlage ist akut, und mit relativ wenig könnte viel erreicht werden. Mehr Betten (ein eigenes Bett für jedes Kind!) und ein oder zwei weitere Klassenräume würden die Situation der Kinder wesentlich verbessern. Ituseb ist dafür nur ein Beispiel.

Im November schrieb ich Ihnen bereits mit der Bitte um Ihre Unterstützung für das geplante Solarprojekt der DNEG: der Erlös aus Fotovoltaik-Strom soll helfen, die laufende Instandhaltung „unserer“ Schulen zu finanzieren. Wir sind dankbar für die eingegangenen Spenden und hoffen auf weitere.

Um längerfristig mehr zu erreichen, brauchen wir eine bessere Finanzausstattung. Dafür hat sich die DNEG zum Ziel gesetzt, neue Mitglieder und Förderer zu gewinnen. Wir möchten dies nicht per Postwurfsendung oder Internetwerbung, sondern gezielt tun. Viele Spender sind der DNEG schon seit langen Jahren als Mitglieder und Förderer verbunden. Die DNEG sieht dies als Ausdruck Ihres Vertrauens, dass sie sich den richtigen Aufgaben und mit den richtigen Mitteln widmet. Daher hoffen wir auf Ihre Bereitschaft, für die DNEG – genauer: für die Jugend Namibias – ein wenig „networking“ zu betreiben. Wir möchten Sie mit diesem Newsletter bitten, unter Freunden und Bekannten für eine Mitgliedschaft in der DNEG zu werben.

Dafür danke ich Ihnen schon heute!

Arne FrHr. von Kittlitz

Weitere Informationen über eine Mitgliedschaft in der Deutsch-Namibischen Entwicklungsgesellschaft finden Sie hier auf unserer Homepage. Hier haben sie auch die Möglichkeit, uns mit einer Spende zu unterstützen. Bitte beachten Sie unter Aktuelles auch unsere letzten Namibia-Reiseberichte.